AM STRASSENRAND

Seit Jahren streifte ich allein durch Felder und Wiesen, vorbei an alten Bauernhöfen und den warm leuchtenden Fenstern der Einfamilienhäuser. Manchmal sah ich dort andere wie mich. Andere Katzen, die auf Fensterbrettern lagen oder durch gepflegte Gärten streiften und nur zur Freude Mäuse jagten. Doch sie waren anders. Ihr Fell glänzte, ihre Körper waren rund und kräftig, und in ihnen lag eine Ruhe, die ich nie kannte. Sie mussten nicht ständig wachsam sein. Sie kannten keinen nagenden Hunger, keine klirrende Kälte, keine endlose Suche nach einem sicheren Platz für die Nacht. Im Frühling legte ich mich oft ins hohe Gras, ließ die Sonne mein Fell wärmen und spürte, wie sich meine müden Knochen ein wenig erholten. Für einen Moment war alles leicht. Für einen Moment war ich einfach nur da.

Falls du es noch nicht erkannt hast: Ich bin ein Streuner. Ein getigerter Kater mittleren Alters. Außerdem bin ich noch vollständig, so wie ich geboren wurde. Anders als viele der satt wirkenden Katzen hinter den Fenstern. Ich könnte Nachkommen zeugen, doch dieser Gedanke hat mich nie getröstet. Warum sollte ich Leben schenken, das denselben harten Weg gehen muss wie ich?

Eines Abends war ich wieder unterwegs. Die Dämmerung legte sich über die Täler des Schwarzwalds und ich hatte mir gerade mühsam meine Mahlzeit erjagt. Müde machte ich mich auf den Rückweg zu der Wiese am Waldrand, wo eine verlassene Scheune stand, mein Plätzchen für die Nacht. Nur noch eine Straße trennte mich von meinem Ziel. Ich war immer vorsichtig. Schaute nach links, nach rechts. Lauschte. Doch an diesem Abend war ich nicht ganz bei mir. Vielleicht war es die Erschöpfung. Ich hörte es zu spät. Eine dieser schnellen, lauten Blechbüchsen traf mich hart, direkt am Kopf. Der Schmerz war unvorstellbar. Alles verschwamm. Geräusche wurden fern, Gedanken zerfielen. Ich wusste nicht mehr, wo ich war.

Dann… Stimmen. Zwei Menschen. In einer blauen Blechbüchse waren sie gekommen. Sie trugen ebenfalls Blau. Ihre Stimmen klangen erschrocken, fast traurig. Einer von ihnen kniete sich zu mir, berührte mich. Zum ersten Mal in meinem Leben spürte ich eine menschliche Hand vorsichtig, warm. Ich hatte Angst. Große Angst. Doch gleichzeitig war da etwas anderes. Etwas Sanftes. Für einen kurzen Moment fühlte ich mich nicht mehr allein. Einer der Männer sprach in ein kleines Gerät, während der andere meine Pfote hielt. Ich spürte, wie meine Kräfte schwanden. Meine Atemzüge wurden schwerer, langsamer… bis sie schließlich ganz ausblieben.

Und dann geschah etwas Seltsames. Ich sah mich selbst. Meinen reglosen Körper am Straßenrand, und über ihm mich. Leicht. Frei. Wie eine kleine, glitzernde Wolke, die langsam in den Himmel steigt. Die Männer legten meinen Körper behutsam an den Rand der Straße und fuhren davon. Kurz darauf kamen zwei Frauen. Sie suchten nach mir. Als sie mich fanden, knieten sie sich hin. Eine von ihnen strich mir sanft über den Kopf. Ich konnte es nicht mehr fühlen und doch fühlte ich es irgendwie. Meine kleine Seele tanzte zwischen den Wolken, zog Kreise um sie herum, voller Freude über diese letzte Geste der Zuneigung. Die Frauen hielten ein seltsames Gerät an mich. Es piepte kurz, dann schüttelten sie leise den Kopf. Vorsichtig zogen sie meinen Körper ein Stück von der Straße weg und bedeckten ihn mit Blättern. Ein stiller Abschied. Dann gingen auch sie. Und ich blieb zurück, aber nicht mehr dort unten. Hier oben ist es anders. Ich friere nicht mehr. Ich habe keinen Hunger. Keine Angst. Nur Ruhe.

Ich glaube, das ist der Himmel.

06.03.2026, 23:45 Uhr. Überfahrene Katze bei Schopfloch. Ohne Kennzeichnung. Unkastriert. Vermutlich ein Streuner.

Treffen der Jugendgruppe

Am Samstag, den 18.05.2019 traf sich die Jugendgruppe des Tierschutzvereins Horb zusammen mit der Jugendleiterin Petra Steiger und Irina Winschu.

Nach einer kleiner Wanderung zusammen mit dem Imker Alexander Steiger zu dessen Wiese, wo sich  die Bienen befinden, wurde dort alles anschaulich und fachmännisch rund um die Bienen erklärt. Die Jugendlichen bekamen einen tiefen Einblick über das Leben der Bienen und wie Honig entsteht. Direkt aus der Wabe durften die Jugendlichen dann ganz frischen Honig probieren.

Um die Vielfältigkeit des Honigs nochmal zu zeigen, endete der Tag dann für alle mit Honigwaffeln und einem kleinen Honigpräsent.

Monatliche Treffen

Unsere regelmäßigen Treffen finden am ersten Montag des Monats im Steiglehof Horb statt.

Ab 19:00 Uhr treffen sich die aktiven Mitglieder des Vereins, ab 20:00 Uhr sind Interessierte eingeladen. Zur besseren Planung bitten wir um Anmeldung.

Ein schöne Bescherung für die Tiere

Damit es auch in diesem Jahr  wieder heißt: „Eine schöne Bescherung  für die Tiere in und um Horb“ bittet der Tierschutzverein Horb um Unterstützung in Form von Futterspenden und Spenden von Tierzubehör.

In diesem Jahr bittet der Tierschutzverein außerdem in seinem Projekt „Auch Straßenhunde wollen leben“ um Unterstützung für die Tierhilfe Istrien in Kroatien. Der enge Kontakt besteht über ein aktives Mitglied des Tierschutzvereins, welches selbst immer wieder Spendenfahrten nach Kroatien unternimmt und im Urlaub dort auch vor Ort mithilft.

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Start der Jugendgruppe

So ging es beim ersten Treffen  am 17. November   gleich richtig los mit dem Anfertigen von Winterboxen für unsere verwildert lebenden Katzen. Unterstützt von zwei weiteren Helferinnen  entstanden so fünf warme  und trockene Schlafplätze für unsere Streunerkatzen.

geschafft! Die Schlafboxen –aufgestapelt im Hintergrund- sind fertig!

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Tierischer Spaß – der Tierschutzverein Horb gründet eine Jugendgruppe

Nachdem der Tierschutzverein Horb seit diesem Jahr einen Raum im ehemaligen Kasernengelände von der Stadt bekommen hat, haben die Tierschützer nun endlich die Möglichkeit, tierbegeisterten Kindern und Jugendlichen eine Alternative zu bieten und den Tierschutzgedanken näher zu bringen.

Angesprochen fühlen dürfen sich alle Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren. Geplant ist, dass die Jugendgruppe sich einmal im Monat samstags von 14 bis 17 Uhr zur Gruppenstunde oder zu speziellen Aktivitäten trifft.

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Schwanrettung

Wir freuen uns darüber, welch positives Ende die Geschichte mit dem verletzten Schwan genommen hat.

Er war mit blutender Nase in Horb auf dem Bahnsteig gefunden worden und in unserer Wildtierpflegestelle gesund gepflegt worden. Wenige Tage später durfte er wieder in die Freiheit zurück und war sofort mit seinem Partner wieder glücklich vereint.