Tierschutz in Zeiten von Corona – vergesst uns bitte nicht!

Nicht nur die Wirtschaft, auch die Tierschutzvereine leiden enorm unter den Folgen der derzeitigen Situation. Der Tierschutzverein Horb betreibt zwar kein eigenes Tierheim, betreut aber in Horb und Umgebung acht Futterstellen mit insgesamt ca. 50 verwildert lebenden Katzen. Diese werden täglich von Ehrenamtlichen mit Futter versorgt und, wenn notwendig, eingefangen und zum Tierarzt gebracht (s. z.B. den Beitrag über Calimero). Die tagtägliche Aufrechterhaltung der Tierversorgung sowie der Einsatz für verletzte Tiere, auch im Bereich von Wildtieren wie z.B. Enten, Vögel, Eichhörnchen oder Marder, bringt uns Tierschützer zunehmend in finanzielle Bedrängnis. Gerade die fest einkalkulierten Einnahmequellen sowie die Erlöse durch Ostermärkte, Kuchenverkäufe und Infostände fallen aufgrund der derzeitigen Ausnahmeregelungen aus und hinterlassen große Lücken.
Tierschutz ist ein gesamtgesellschaftlicher Auftrag, der gerade jetzt auf breite Unterstützung angewiesen ist. Deshalb unsere eindringliche Bitte an die politisch Verantwortlichen und an alle Mitbürger: Vergesst die Tiere nicht und diejenigen, die sich jeden Tag landesweit um sie kümmern!

Sie möchten helfen? Wir freuen uns über eine Spende an:
Tierschutzverein Horb e.V.
BLZ: 64251060 / KTO: 0000748795
IBAN: DE06 6425 1060 0000 7487 95
Kreissparkasse Freudenstadt/Horb

Natürlich freuen wir uns auch über Futterspenden – für Calli oder eine unserer anderen Streuner-Futterstellen. Sie finden unsere Futterboxen an folgenden Orten in Horb: Dehner Garten-Center, real Markt, Kaufland

Calimero – Glück im Unglück

Calimero, kurz Calli, hatte wirklich Glück im Unglück: Ein aufmerksamer Anwohner meldete sich beim Tierschutzverein Horb, weil ihm eine fremde Katze mit Verletzungen aufgefallen war. Als wir eintrafen, war von der Katze keine Spur mehr – lediglich einige Blutflecken auf dem Boden waren noch zu sehen. Es wurde also eine Falle gestellt…trotzdem dauerte es eine Woche, bis wir endlich erfolgreich waren. Also Katze eingepackt und ab zum Tierarzt – in diesen Zeiten gar kein so leichtes Unterfangen.
Und heraus kam: Calli ist ein schwarzer, unkastrierter Kater voller Ungeziefer, der bestimmt so einige Geschichten zu erzählen hat. Schaut man sich seinen Zustand an, sind es bestimmt keine allzu guten. Ein Teil seines Schwanzes musste amputiert werden, da die Schwanzspitze abgerissen war. Einige abgebrochene, teils eitrige Zähne mussten entfernt werden und zwischen seinen Schultern hatte er eine eiternde Wunde, die behandelt wurde. Natürlich wurde er auch gleich kastriert und gekennzeichnet. Fünf Tage musste er stationär behandelt und unter Beobachtung bleiben – gelinde gesagt, er war not amused. Nun ist er quasi rundum erneuert und kann wieder freigelassen werden. Und das beste: die Melder werden ihn weiterhin füttern. Da er nun kastriert ist stehen die Chancen gut, dass er dort bleibt und nicht mehr weiter zieht.
Ein Hinweis: Calli scheint entweder schon lange auf der Straße zu leben, wenn nicht sogar schon immer. Solche Tiere leiden extrem und stehen und enormem Stress, wenn sie eingesperrt sind. Sie können daher nicht häuslich vermittelt werden. Hier sind wir regelmäßig auf tierliebe Menschen angewiesen, die füttern und den Zustand der Katze im Auge behalten.
Sie möchten helfen? Die Behandlung beläuft sich auf einen vierstelligen Betrag. Zur Begleichung der Rechnung freuen wir uns über eine Spende an:
Tierschutzverein Horb e.V.
BLZ: 64251060 / KTO: 0000748795
IBAN: DE06 6425 1060 0000 7487 95
Kreissparkasse Freudenstadt/Horb
Verwendungszweck: Calimero

Natürlich freuen wir uns auch über Futterspenden – für Calli oder eine unserer anderen Streuner-Futterstellen. Sie finden unsere Futterboxen an folgenden Orten in Horb: Dehner Garten-Center, real Markt, Kaufland

!! HINWEIS !! Mitgliederversammlung abgesagt !!

Liebe Mitglieder und Interessierte,
aufgrund der Empfehlung des Landkreises, alle nicht zwingend notwendigen Veranstaltungen zu verschieben, findet unsere Jahreshauptversammlung am 27.03.2020 NICHT statt.

ABER: aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben 🙂
Ein Ersatztermin wird rechtzeitig bekanntgegeben.

Update zu Kaninchen-Omi Amy

Von der Erde gegangen, im Herzen geblieben.

Liebe Amy, heute bist du auf die andere Seite gehoppelt. Wie sehr haben wir dir ein Zuhause gewünscht – doch bist du unentdeckt geblieben. Aber das letzte halbe Jahr bei unserer Pflegestelle hat dir sicher gefallen – war es für dich doch dein Zuhause.

Wir möchten uns an dieser Stelle bei den lieben Zahnfeen bedanken, die uns bei den regelmäßigen Kosten unterstützt haben. Und natürlich bei unserer Pflegestelle: du hast Amy das Gefühl gegeben, Zuhause zu sein <3

!! Igel-Info !!

Hinweis unserer Igel-Pflegestelle:
Liebe Gartenbesitzer, bei diesem milden Wetter wachen einige unserer stacheligen Mitbewohner schon aus dem Winterschlaf auf. Meist sind es untergewichtige Jungigel, die keine Fettreserven mehr haben und dringend Nahrung brauchen. Bitte unterstützen Sie die kleinen Stachelträger mit Igeltrockenfutter oder Katzennassfutter (besonders geeignet ist z.B. Animonda Carny) sowie Wasser. Erst ab April können Sie wieder genügend Nahrung finden.

Treffen der Jugendgruppe

Das erste diesjährige Treffen unserer Jugendgruppe stand ganz im Zeichen unser heimischen Vögel. Besonders im Winter sind diese auf Zufütterung angewiesen, da sie keine ausreichende Nahrung finden. Allerdings gilt es auch hier zu beachten, das Vogelfutter nicht gleich Vogelfutter ist. In den sogenannten Meisenknödeln im Netz verletzen sich beispielsweise viele Vögel, da sie darin hängen bleiben können und teilweise qualvoll verenden.
Dabei ist reichhaltiges Vogelfutter ganz leicht selbst herzustellen – wie unsere Jugendgruppe gezeigt hat. Und dabei sind die Futterstellen auch noch dekorativ und hübsch anzusehen 🙂
Im Folgenden haben wir die Zutaten aufgelistet. Dies kann aber jeder nach Geschmack selbst variieren.
Man brauch dazu:
-einen Topf
-Fett (sehr gut geeignet ist Kokosfett)
-verschiedenen Körner und Sämereien (z.B. Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Haferflocken, Körnermischung, Nüsse)
-ggf. Gefäße wie Tassen oder Zapfen

Das Fett auf niedriger Stufe langsam erhitzen. Wenn es geschmolzen ist werden die Körner etc. mit einem Löffel untergerührt. Hinweis: Wenn man z.B. Meisenknödel herstellen möchte, nimmt man am besten mehr Fett und weniger Körner, damit es besser bindet. Da unser Futter in Tassen und auf Tannenzapfen aufgetragen wurde, haben wir mehr Körner und Nüsse verwendet. Nun wird die Masse in die Tassen gefüllt bzw. auf die Zapfen aufgetragen. In die aushärtende Masse dann noch einen festen Ast stecken, damit sich die Vögel „an den Tisch setzen können“ und das ganze trocknen lassen. Und dann draußen aufhängen und über die Vögel freuen 🙂
Da das relativ einfach herzustellen ist, eignet es sich auch besonders gut für einen Bastelnachmittag mit Kindern (natürlich nur unter Aufsicht). Unsere Jugendgruppe hatte auf jeden Fall eine menge Spaß.

..das Buffet ist eröffnet 🙂

Tierschutz-Cluedo – oder die Frage nach dem Spender

Das Jahr neigt sich mit großen Schritten dem Ende zu und wie immer ist es uns ein Anliegen, uns mit ein paar persönlichen Worten bei unseren Spendern zu bedanken. Nur stehen wir immer wieder vor dem selben Problem: Wer ist der Spender bzw. wie kann er kontaktiert werden?
Viele Spenden gehen lediglich mit einem Verwendungszweck ein, sodass wir zum einen keine Spendenquittungen, zum anderen aber auch kein Dankesschreiben versenden können.
Wir würden uns freuen, wenn sich unsere adresslosen Spender bei uns melden könnten: vorstand@tierschutzverein-horb.de

PS: Sie kaufen keine Waschmaschine und auch keinen Trockner und werden von uns nicht mit Werbung überhäuft – versprochen 🙂

Update zu Simba

„Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer ist die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Erinnerung in eine stille Freude. Man trägt das vergangene Schöne nicht wie ein Stachel, sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.“ (Dietrich Bonhoeffer)

Simba – der Rentnerkater, für den wir Spenden gesammelt haben, hat nun seine Reise über die Regenbogenbrücke angetreten. Wir sind in Gedanken bei seiner Besitzerin.

Zudem möchten wir uns auf diesem Wege auch bei allen Spendern bedanken – ohne euch wäre so vieles einfach gar nicht möglich.

Lebende Tiere gehören nicht auf den Weihnachtsmarkt

Alle Jahre wieder ziehen die zahlreichen Weihnachtsmärkte die Menschen in ihren Bann. Auch beim Horber Weihnachtsmarkt gibt es in diesem Jahr wieder viele tolle Angebote. Aus Tierschutzsicht allerdings mit einem Wermutstropfen: Es gibt Attraktionen mit lebenden Tieren, um damit vor allem Familien mit Kindern anzulocken.
Doch die Horber Tierschützer sind sich einig: Lebende Tiere gehören nicht auf den Weihnachtsmarkt! Ob als Krippentiere, Reitponienichts oder unfreiwillige Begleiter: Der Lärm, das Gedränge und die vielen fremden Gerüche bedeuten für die Tiere Dauerstress. Weihnachtsmärkte bedeuten für Tiere keinen Spaß. Ganz im Gegensatz zu ihren (manchmal reichlich glühweinbeseelten) Begleitern oder Mitbesuchern. Wirklich übel wird es, wenn der Hund im Gewühle den Anschluss an seinen Besitzer verliert und panisch suchend herumirrt. Echte Tierfreunde lassen ihre Vierbeiner zu Hause, wenn sie einen Weihnachtsmarktbesuch planen. Sie muten ihrem Hund diesen Stress nicht zu und genauso wenig lassen sie ihn bei Kälte stundenlang im abgestellten Auto warten. Das lebende Tiere nicht auf den Weihnachtsmarkt gehören, trifft auch in besonderem Maße auf das Angebot des Ponyreitens zu. Wie auf dem Jahrmarkt müssen völlig apathisch wirkende Ponies und Kleinpferde stundenlang stereotyp herum laufen oder stehen kurz angebunden mitten im Trubel. Ständig neue Reiter sowie die ewig gleiche Bewegungsrichtung auf hartem Boden führen oft zu massiven Gesundheitsproblemen bei den Ponies. Freier Auslauf auf der Weide – Fehlanzeige. Der Stall ist der Transportwagen. Grundsätzlich ist die Zurschaustellung oder Nutzung von lebenden Tieren auf Volksfesten und Jahrmärkten nach Auffassung von Tierfreunden nicht mit den heutigen Tierschutzansprüchen unserer Bevölkerung zu vereinbaren und somit nicht mehr zeitgemäß. Deshalb bitten die Tierschützer vor allem auch Eltern, ihren Kindern kein falsches Bild vom zeitgemäßen Umgang mit Tieren zu vermitteln und Ponykarussells bewusst zu boykottieren. Auf einem Weihnachtsmarkt gibt es genügend andere Möglichkeiten für Eltern, zusammen mit ihren Kindern einen erlebnisreichen Tag zu gestalten. Und wenn es dann einmal doch das „Erlebnis Tier“ sein soll, dann gibt es auch die Möglichkeit, Tiere in ihrer art- und tiergerechten Umgebung kennen zu lernen, wie zum Beispiel bei einer der vielen Stallweihnachten im Umkreis.